Kultur

Museum trifft großes Kino

Redaktion · 20.10.2020

Stadtmodell „Köln im Jahr 1945“, Requisite aus „Über die Unendlichkeit“, Studio 24/ © Rheinisches Bildarchiv Köln, Sabrina Walz

Stadtmodell „Köln im Jahr 1945“, Requisite aus „Über die Unendlichkeit“, Studio 24/ © Rheinisches Bildarchiv Köln, Sabrina Walz

Ab dem 7. November 2020 präsentiert das Kölnische Stadtmuseum die Sonderausstellung „KÖLN 1945: Alltag in Trümmern“. Mittendrin: ein atemberaubendes Filmrequisit.

Was für eine unglaublich spannende Geschichte: Ein preisgekrönter Film über Liebe und Krieg - von dem  renommiertesten schwedischen Regisseur Roy Anderson. Und die zerstörten Ruinen von Köln dienen als düster-märchenhafte Kulisse für eine Liebesgeschichte. Schon das allein ist ein Gänsehautmoment - besonders für das kölsche Herz. Nun wird das Original Requisit sogar zum Museumsstück.

Die Sonderausstellung des Kölnischen Stadtmuseums zeigt das Leben in der Rheinmetropole von 1945 bis 1948. Im Mittelpunkt der eindringlichen Zeitreise steht nun diesesraumgreifende Stadtmodell, das Köln unmittelbar nach Kriegsende zeigt.

Beste Detailarbeit

Das 5 mal 5 Meter große Modell wurde in wochenlanger Detailarbeit für den preisgekrönten schwedischen Spielfilm „Über die Unendlichkeit“ produziert – für die Schlüsselszene, in der ein eng umschlungenes Liebespaar über das zerstörte Köln fliegt. Dank der Vermittlung des Film Festivals Cologne und des Vereins Köln im Film e.V. wurde das Kölnische Stadtmuseum bereits früh auf das Modell aufmerksam – und gewann es als Leihgabe für die geplante Sonderausstellung.

Eindrucksvoll verdeutlicht das Modell das Ausmaß der Zerstörungen durch die – durch den NS-Terror ausgelösten – Bombenangriffe seit 1942: Die Altstadt liegt in Trümmern, kaum ein Gebäude ist mehr oberirdisch bewohnbar, Brücken und Kirchen sind zerstört – nur der Dom ragt nahezu unbeschädigt aus der gespenstischen Ruinenlandschaft heraus.

Die Ausstellung lässt diese unmittelbare Nachkriegszeit in Köln von 1945 bis 1948 lebendig werden. Außerdem zu sehen: Dokumentationen der noch immer vorhandenen baulichen „Kriegsnarben“ in der Stadt sowie die im Stadtraum sichtbaren Mahnmale der Gegenwart.

Die Ausstellung läuft vom Samstag, 7. November 2020 bis Sonntag, 14. Februar 2021.

Führungen:

Mittwoch, 9.12.2020, 18 Uhr
Mittwoch, 16.12.2020, 17 Uhr
Mittwoch, 06.01.2021, 17 Uhr

Kölnisches Stadtmuseum
Zeughausstr. 1
50667 Köln
Tel. 0221 / 22 12 57 89
Webseite: www.museenkoeln.de/koelnisches-stadtmuseum

Öffnungszeiten:
Dienstag: 10–20 Uhr
An Feiertagen bis 17 Uhr
Mittwoch bis Sonntag: 10–17 Uhr
KölnTag (freier Eintritt für Kölner, 1. Donnerstag im Monat): 10–22 Uhr
montags geschlossen

Eintrittspreise:
Ständige Sammlung: 5 €, ermäßigt 3 €
Sonderausstellungen 5 €, ermäßigt 3 €

Hier sehen Sie einen Trailer mit schönen Aufnahmen vom Kölner Stadtmodell.


Quelle: Youtube

 

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Tags: Kino , Museum

Kategorien: Leben in Köln , Kultur