Leben in Köln

Hänneschen–Puppensitzung im Internet erleben

wg · 15.02.2019

Vier mal längs und einmal quer – so wird der Bierdeckel richtig ausgefüllt. Bild: Hänneschen-Theater

Vier mal längs und einmal quer – so wird der Bierdeckel richtig ausgefüllt. Bild: Hänneschen-Theater

Der Fernsehsender RTL-West zeigt die Puppensitzung des Hänneschen-Theaters als Stream auf seiner Internetseite in voller Länge.

Auch wer keine der begehrten Eintrittskarten zur Puppensitzung des Hänneschen-Theaters ergattern konnte muss auf den Genuss der „Muttersproch alaaf you“ betitelten Vorstellung nicht verzichten. Der Fernsehsender RTL-West zeigt die ganze Sitzung als Stream auf seiner Internetseite www.rtl-west.de gleich zweimal: am Freitag, 22. Februar, und Dienstag, 26. Februar. Um 19 Uhr geht es jeweils los.

„Herr Präsident, die Woosch“

Die Zuschauer erwartet ein dreistündiges Vergnügen gespickt mit musikalischen und wortakrobatischen Höhepunkten. Als Kulisse dient ein liebevoll gestalteter Pferdestall, in dem dann auch fünf Pferde über den Abend verteilt herrliche Kalauer in der aus der Muppet-Show bekannten Art von Statler und Waldorf zum Besten geben.

Durch die Sitzung führt gewohnt gekonnt Schäng Heukeshoven (Udo Müller). Jedem auftretenden Darsteller übergibt Literat Speimanes (erstmals in dieser Session von Stefan Mertens gespielt) launig den Wooschorden, den er dann sofort gewitzt und listig zurückerobert und dies Schäng mit den unvermeidlichen Worten „Herr Präsident, die Woosch“ kundtut.

Hänneschen-Theater - Skelett Skully erzählt von seinen Abenteuern
Klein, pfiffig, kölsch: Skelett Skully erzählt von seinen Abenteuern in Paris. Bild: Hänneschen-Theater

Einige der Liedbeiträge haben das Format zum wahren Gassenhauer. Das richtige Ausfüllen eines Bierdeckels erläutern Schmal (Wolfgang Seyffert) und Stoppe (Stefan Mertens) im Song „Vier mal längs und einmal quer, dat sin fünf Kölsch, dat is doch ja nit schwer“ treffend. Wunderbar passend dazu das Bühnenbild, in dem ein riesiger Bierdeckel von einem schwebenden Bleistift rundgeschrieben wird. Auch wieder dabei: das kleine Skelett Skully (Silke Essert), das als der kleine Tod einen Job in Paris angenommen hat und davon im Nummer-Eins-Hit „Je ne parle pas francais“ erzählt.

Mein Tipp: Verpassen Sie nicht diesen kurzweiligen, humorvollen, lohnenswerten und immer kölschen Abend. Deshalb am 22. oder 26. Februar ab 19 Uhr auf www.rtl-west.de klicken.

Mehr zum Thema:

Einen Blick in das Kölner Hänneschen-Theater wirft unser Autor in dem Artikel „Aus weichem Holz geschnitzt“.

Weitere Informationen zum Hänneschen-Theater finden Sie auf dessen Webseite.

Tags: Kultur , Theater

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