Leben in Köln

Barrieren abbauen

Wolfgang Guth · 12.07.2017

Auf dem Dach des Sportmuseums wird die Welt aus der Sicht eines Rollstuhlfahrers erfahrbar. © Dieter Jacobi

Auf dem Dach des Sportmuseums wird die Welt aus der Sicht eines Rollstuhlfahrers erfahrbar. © Dieter Jacobi

Das Deutsche Sport & Olympia Museum setzt seine Besucherinnen und Besucher in den Rollstuhl. Das Pilotprojekt soll Brücken bauen und Perspektivwechsel ermöglichen.

So sind die Museumsgäste herzlich eingeladen, an jedem zweiten Sonntag im Monat jeweils von 11-15 Uhr, Bewegung im Rollstuhl zu erfahren. Ein Erlebnis-Parcours mit Hindernissen auf dem Dach des Deutschen Sport & Olympia Museums bietet die Gelegenheit, Herausforderungen zu meistern, mit denen Menschen mit körperlicher Einschränkung alltäglich konfrontiert sind. In verschiedenen Spielformen, zum Beispiel beim Basketball, lässt sich nachvollziehen, dass im Rollstuhl erstaunliche sportliche Leistungen möglich sind. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden begleitet und angeleitet von einer ehemaligen Rugby-Spielerin, die selbst im Rollstuhl sitzt.

„Mit unserer Arbeit erhält jeder die Chance, die Welt rollend-aktiv zu erobern. Dabei lassen sich Barrieren im Kopf abbauen, Berührungsängste mindern und vor allem Respekt und Toleranz fördern“, sagt Dr. Sascha A. Luetkens. Projektleiterin bei „Körbe für Köln“, die das Projekt gemeinsam mit dem Museum entwickelt hat. Museumsdirektor Andreas Höfer pflichtet gerne bei: „Inklusion im und durch Sport ist unserem Haus ein wichtiges Anliegen. So soll auch unser neues Projekt dazu beitragen, gegenseitiges Verstehen durch aktives Erleben zu befördern.“

Die Teilnahme am Rollstuhl-Parcours ist im Eintrittspreis enthalten. Das Angebot richtet sich an Einzelbesucher und Gruppen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Die nächsten Termine:

13. August 2017, 11 bis 15 Uhr
10. September 2017, 11 bis 15 Uhr
8. Oktober 2017, 11 bis 15 Uhr

Tags: Museum

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